Speyrer-Bote-Februar-2025

8 Was eine Postkarte von früher so alles berichten kann… Bernd Lohrbächer Die Zeit „zwischen den Jahren“ war wieder einmal eine mehr als gute Gelegenheit, in den mannigfaltigen Unterlagen meiner umfangreichen philatelistischen Sammlung zu kramen. Dabei fiel mir eine Postkarte vom Fußball Länderspiel Deutschland – Norwegen vom 16. November 1955 in die Hände. Schon als ich sie zum ersten Mal sah, fiel mir die sehr schöne Frankatur mit den vier Briefmarken in einer äußerst gelungenen Komposition auf. In der Tat: Sie ist ein echter „Hingucker“! Neudeutsch würde man dazu auch „Eyecatcher“ sagen. Das Besondere daran: Die Postkarte war an meine Mutter, die damals noch unverheiratet und mit Mädchenname Dehling („Frl. Gertrud Dehling“) hieß, geschickt worden. Sie wohnte damals mit ihren Eltern resp. meinen Großeltern und ihrem fünf Jahre älteren Bruder in der Schillerstraße 13 in Heiligenstein. 1950 hatten sie dort mit viel Fleiß und voller Stolz und Entbehrungen ein neues Haus gebaut. Meine Mutter interessierte sich zeitlebens nie für Fußball. Also hatte es mit der Karte offenbar eine ganz andere Bewandtnis. Und richtig: als Text steht auf der Rückseite in knappen Worten und in TintenSchönschrift: „Grüße vom Länderspiel sendet Dir Gust.“ Offenbar war Gust, der wahrscheinlich mit Vornamen August hieß,

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